GREEN CARE Methoden der Garten- & Naturtherapie Modulbeschreibungen Teil 1 (förderfähig mit Bildungsprämie)

Modul L&B
Mein innerer Garten – Lebensgeschichte & Biografiearbeit
Termin 6.4. bis 8.4.18
Dauer 3 Tage, 10-18Uhr (insg. 24h)


Wir bringen unseren Inneren Garten zum Ausdruck. Struktur,
Bepflanzung und weitere Gestaltungs-Elemente im Garten. Skizzen,
Collagen, Zeichnungen. Arbeit mit Tonerde und Naturmaterialien.
Anregungen aus dem Feng-Shui.


In diesem Modul werden wir uns der lebensgeschichtlichen Metapher
des Gartens durch verschiedene Übungen nähern. Wir arbeiten mit
Naturmaterialien, verwenden Farben, Papier und Tonerde.


In der Reflexion von Entstandenem können wir auch den Prozess und
damit Veränderung und Entwicklung dem Bewusstsein zugänglich
machen. Das, was zum Ausdruck geworden ist, kann beschrieben und
reflektiert werden.


Die Reflexion von Aspekten der eigenen Gartenmetapher kann uns
zeigen, wo wir Entwicklung einladen und ermöglichen können und was
für uns und unser Sein in der Welt prägend war und ist (z.B.:
Persönlichkeitsanteile, Ressourcenorientierung, unheilsame Zustände).
Mit den Anregungen aus dem Feng-Shui werden Lebensbereiche
eingeladen den eigenen Garten zu bereichern, zu ergänzen.


Ziel
Ausdruck von lebensgeschichtlichen Aspekten, Reflexion und
Prozessarbeit mit Hilfe der Metapher des Gartens. Erkennen von
Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten der eigenen
Lebensgeschichte.


Modul L&B
Schwerpunkte mit folgenden therapeutischen Bezügen


BIOGRAFIEARBEIT
Biografiearbeit ist eine strukturierte Form zur Selbstreflexion der
Biografie in einem professionellen Setting. Die Reflexion einer
biografischen Vergangenheit dient ihrem Verständnis in der Gegenwart
und einer möglichen Gestaltung der Zukunft. Dabei wird die individuelle
Biografie in einem gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang
gesehen. Aus dieser Sichtweise lassen sich zukünftige
Handlungspotenziale entwickeln.


GESTALTTHERAPIE
Im Mittelpunkt der gestalttherapeutischen Methode steht die Entwicklung
und Verfeinerung der Bewusstheit aller gerade vorhandenen und
zugänglichen Gefühle, Gedanken, Empfindungen und Verhaltensweisen,
um automatisierte, unbewusste Verhaltensmuster dem Bewusstsein und
damit der Entscheidungsmöglichkeit zugänglich zu machen. Durch die
direkte und konkrete Arbeit an aktuellen Situationen soll der Kontakt zu
sich selbst und zu seiner Umwelt gefördert und unterstützt, sollen
bestehende Störungen überwunden werden. Techniken oder Übungen
werden auch zusammen entwickelt oder als Angebot und Vorschlag
unterbreitet. Außerdem wird transparent gemacht, was mit einer
bestimmten Technik oder Übung erreicht werden soll.


KUNSTTHERAPIE
Die Kunsttherapie ist eine junge, sich von Impulsen aus den USA und
Europa aus der Mitte des 20. Jahrhunderts herleitende Künstlerische
Therapie. In der Kunsttherapie wird hauptsächlich mit Medien der
bildenden Kunst gearbeitet. Dazu zählen malerische oder zeichnerische
Medien, plastisch-skulpturale Gestaltungen oder auch fotografische
Medien. Durch sie können Patienten unter therapeutischer Begleitung
innere und äußere Bilder ausdrücken, ihre kreativen Fähigkeiten
entwickeln und ihre sinnliche Wahrnehmung ausbilden.
Die kunsttherapeutische Praxis und Theoriebildung ist mit
unterschiedlichen Disziplinen wie z. B. der Kunstwissenschaft, der
Psychologie und der Pädagogik verbunden. In den letzten Jahrzehnten
haben sich daraus verschiedene Formen und Ansätze der Kunsttherapie
entwickelt. Diese haben sich in klinischen, pädagogischen oder sozialen
Praxisfeldern etabliert. Besondere Bedeutung hat die Kunsttherapie
dabei in der psychiatrischen, psychosomatischen und psychosozialen
Therapiepraxis gewonnen.


Modul W
Shinrinyoku – jap.: „Im Wald baden“
Termin 4. bis 6.5.18
Dauer 3 Tage, 10-18Uhr (insg. 24h)


Eine geführte Zeit in der Natur. Karten/Kompass, Landschaft lesen:
Orientierung in der Natur. Planung, Ausrüstung und Durchführung. Mein
Erleben, mein Weg - Sharing als Methode des Sich-Mitteilens.
Einführung in die Achtsamkeitsmethode durch Fokussierung und
Aufmerksamkeitsverlagerung.


Wald kann auf vielfältige Weise heilsam werden, Waldaufenthalte
fördern:
- Bewegungsmobilisierung
- Herz-Kreislauf-Aktivierung
- Vertiefte Atmung
- Multisensorische Stimulierung


In diesem Modul werden wir die Wirkung von Wald auf das individuelle
Befinden durch angeleitete Übungen erleben, erforschen und auswerten.
Ferner wird ein Fundus von geeigneten Übungen durch die
Teilnehmenden anhand der Gegebenheiten vor Ort selbst erarbeitet.
Hierzu gehört auch, sich mit Wald, Wegen, Karten und der Zeitplanung
vertraut zu machen, gruppenspezifische Besonderheiten zu erkennen
und diese in der Planung zu berücksichtigen.


Ziel
Selbständige Planung und Durchführung von geführten Zeiten im Wald,
mit dem Anliegen heilsames Erleben zu fördern. Anwenden der Methode
des Sharing.


Modul W
Schwerpunkte mit folgenden therapeutischen Bezügen


ACHTSAMKEIT
Achtsamkeit (engl. mindfulness) kann als Form der Aufmerksamkeit im
Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und
Bewusstseinszustand verstanden werden, als spezielle
Persönlichkeitseigenschaft sowie als Methode zur Verminderung von
Leiden (im weitesten Sinne). Historisch betrachtet ist „Achtsamkeit“ vor
allem in der buddhistischen Lehre und Meditationspraxis zu finden. Im
westlichen Kulturkreis ist das Üben von „Achtsamkeit“ insbesondere
durch den Einsatz im Rahmen verschiedener Psychotherapiemethoden
bekannt geworden.


KÖRPERORIENTIERUNG
Körperorientierte Verfahren sollen die psychischen und körperlichen
Dimensionen menschlichen Erlebens gleichwertig behandeln. Sie teilen
die Annahme, dass Körper und Psyche eine nicht trennbare Einheit
bilden. Fast alle Körperpsychotherapiemethoden sind
tiefenpsychologisch orientiert und nutzen die Körperwahrnehmung als
Möglichkeit, unbewusste psychische Prozesse aufzudecken, also ins
Bewusstsein zu bringen. Körperpsychotherapiemethoden arbeiten
erfahrungsorientiert, was bedeutet, dass das momentane und vor allem
körperlich empfundene Erleben während des Prozesses im Fokus der
Aufmerksamkeit steht.


SHARING
Sharing oder auch Dialogische Introspektion, englisch Dialogic
Introspection, ist eine Methode zur Erforschung individueller psychischer
Vorgänge wie Denken und Fühlen, Vorstellungen und Erinnerungen
durch Introspektion – der Wahrnehmung des bewussten eigenen
Erlebens – durchgeführt in Gruppen. Da im Erleben auch die soziale
Wirklichkeit der Subjekte zugänglich wird, kann die Methode nicht nur für
psychologische, sondern auch für sozialpsychologische und
soziologische Fragestellungen eingesetzt werden.


Modul S
Von allen Sinnen
Termin 1. bis 3.6.18
Dauer 3 Tage, 10-18Uhr (insg. 24h)


Sehen, Hören, Riechen, Fühlen, Schmecken. Erleben, Anlegen und
Gestalten von Sinnespfaden. Sinnesschulung: Erforschen und
Förderung der Sinneswahrnehmung.


In diesem Modul wird der Mensch mit all seinen Sinnen angesprochen.
Hierzu werden verschiedene Übungen zum sinnlichen Erleben erforscht
und ausgewertet.


Es werden von den Teilnehmenden eigene Übungen entwickelt und
erprobt. Es geht auch um Einfachheit in der Durchführung und die
individuelle Auswahl von geeigneten Übungen zur Förderung heilsamen
Erlebens durch Stimulierung der Sinne.


Im Bereich des psycho-sozialen Erlebens geht es in diesem Modul auch
um gemeinschaftliches, sinnstiftendes Tun in der Handhabung und
Verarbeitung von Naturprodukten und -materialien.


Beispiel
Arbeit mit Kräutern, Gewürzen und natürlichen ätherischen Ölen


Ziel
Anleiten von Übungen zur Stimulierung der sinnlichen Wahrnehmung
unter Verwendung von Naturmaterialien. Aufbau und Herstellen
einfacher Medien/Anordnungen zur Anregung der Sinne, auch zur
Förderung der sozialen Interaktion zwischen den Teilnehmenden.


Modul S
Schwerpunkte mit folgenden therapeutischen Bezügen


ACHTSAMKEIT
Achtsamkeit (engl. mindfulness) kann als Form der Aufmerksamkeit im
Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und
Bewusstseinszustand verstanden werden, als spezielle
Persönlichkeitseigenschaft sowie als Methode zur Verminderung von
Leiden (im weitesten Sinne). Historisch betrachtet ist „Achtsamkeit“ vor
allem in der buddhistischen Lehre und Meditationspraxis zu finden. Im
westlichen Kulturkreis ist das Üben von „Achtsamkeit“ insbesondere
durch den Einsatz im Rahmen verschiedener Psychotherapiemethoden
bekannt geworden.


KÖRPERORIENTIERUNG
Körperorientierte Verfahren sollen die psychischen und körperlichen
Dimensionen menschlichen Erlebens gleichwertig behandeln. Sie teilen
die Annahme, dass Körper und Psyche eine nicht trennbare Einheit
bilden. Fast alle Körperpsychotherapiemethoden sind
tiefenpsychologisch orientiert und nutzen die Körperwahrnehmung als
Möglichkeit, unbewusste psychische Prozesse aufzudecken, also ins
Bewusstsein zu bringen. Körperpsychotherapiemethoden arbeiten
erfahrungsorientiert, was bedeutet, dass das momentane und vor allem
körperlich empfundene Erleben während des Prozesses im Fokus der
Aufmerksamkeit steht.


ERGOTHERAPIE
Die Ergotherapie ist eine Therapieform, die sich mit der Ausführung
konkreter Betätigungen und deren Auswirkungen auf den Menschen und
dessen Umwelt befasst. Beeinträchtigungen werden durch den gezielten
Einsatz von individuell sinnvollen Tätigkeiten behandelt. Dabei nehmen
die persönliche und sozio-kulturelle Bedeutung der Tätigkeit, deren
Auswirkung auf die Gesundheit und deren Wechselwirkungen mit der
Umwelt einen hohen Stellenwert ein.