forest therapy

 

Heilsame Aufenthalte in Wald und Natur

 

Bereits ein kurzzeitiger Aufenthalt im Wald wirkt positiv auf die körperlich-seelische Verfasstheit des Menschen. Wald drängt sich nicht auf, weist nicht zurück. Wir können unseren Bedürfnissen nach Bewegung und Sinnlichem Erleben frei nachgehen - fokussiert oder offnen.

 

Wenn wir zu Beginn einer Waldzeit einige Wahrnehmungsübungen praktizieren, um Körperwahrnehmung, Atmung, Herzkreislaufsystem, Gleichgewicht, Emotionen anzusprechen und zu aktivieren, gelingt es die "Waldzeit" in ihrer Wirksamkeit bewusster zu Erleben. Diese Bewusstheit lässt mich mehr "da" sein, mehr ganzheitlich als Einheit von Körper-Geist. Wir kommen aus dem getriebenen Statdmodus, dem Arbeitsmodus (etwas erreichen zu wollen) - hier spielt die individuelle Persönlichkeit eine entscheidende Rolle - immer mehr in den "Waldmodus". Im Waldmodus spielt das, was wir durch Rollen in Familie, Beruf, Gesellschaft etc. leben, keine Rolle. Wir erleben uns als Organismus mit Intellekt und Wahrnehmungsfähigkeit.

 

Aus dieser Beoabachterperspektive können wir unser Sein unterhalb der Persönlichkeitsstruktur erinnern. Auf der überpersonellen Ebene ist ein universelles Erleben jenseits unserer Ichstruktur möglich. Karlfried Graf Dürkheim nennt es das Numinose (Duden: "das Göttliche als unbegreifliche, zugleich Vertrauen und Schauer erweckende Macht"). Das erleben der Grossen Natur (Wald, Meer, Berge, Wüste) kann, wenn wir ganz "da" sind, uns zulassen und öffnen, Momente des Numinosen ermöglichen.

 

Die Große Natur ist ein Übungsmedium was uns in einen Rahmen stellt, in dem wir Verbundenheit, Vernetzsein erinnern und aktivieren können.